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Presse

Freie Presse, 13.11.2007 (Regionalausgabe Werdau)
Großen Traum einen Tag gelebt
1. Berufsfeuerwehrtag bietet jungen Leute Einblicke
Crimmitschau/Neukirchen. Felix
Schneider hat einen großen Traum: "Berufsfeuerwehrmann zu
werden, das wäre eine tolle Sache. Die Feuerwehr ist meine
große Leidenschaft", sagte der 15-Jährige. Deshalb
gehört er bereits seit neun Jahren den hiesigen
Floriansjüngern an. Am Wochenende bekam der
Neuntklässler aus der Sahnschule schon einmal einen Einblick
in die Arbeit eines Berufsfeuerwehrmannes. Gemeinsam mit der
Jugendabteilung der Neukirchener Wehr hatte die Crimmitschauer
Nachwuchswehr erstmalig einen Tag des Berufsfeuerwehrmannes
organisiert, an dem 30 Kinder und Jugendliche teilnahmen.
Auch die Neukirchenerin Madlen Saager war beim 24-Stunden-Dienst dabei.
"Der Tag war sehr interessant. Bislang hatte ich nur an Zeltlagern
teilgenommen", erinnerte sich die 16-Jährige. Ob auch
für die Elftklässlerin die Berufsfeuerwehr ein Thema
ist? "Bislang habe ich beruflich noch keine konrete Vorstellung. Aber
warum nicht?"
Ein abwechslungsreiches Programm wurde für die Kinder und
Jugendlichen auf die Beine gestellt. Nach Dienstantritt führte
der Weg zur Berufsfeuerwehr nach Zwickau, wo sie den Dienstablauf eines
Berufsfeuerwehrmannes sowie alles Wissenswerte über Fahrzeuge,
Gebäude, Unterkünfte und die Leitstellen erfuhren.
Anschließend war in der Neukirchener Turnhalle Sport
angesagt.
Am Nachmittag wurde umgeplant. "Wegen der schlechten Witterung musste
die Ausbildung, die ursprünglich im Gablenzer
Parkteichgelände, im Crimmitschau-Center sowie im
Gewerbegebiet geplant war, ins Feuerwehrgerätehaus an der
Fabrikstraße verlegt werden", erklärte
Ortsjugendfeuerwehrwart David Tauber. Dabei standen die Drehleiter, der
Rüstwagen, das Löschgruppenfahrzeug sowie die
theoretische Ausbildung im Mittelpunkt. Außerdem wurde der
Ernstfall geprobt: Die jungen Leute wurden in die Gablenzer Kiesgrube
gerufen, wo eine Person gefunden, geborgen und versorgt werden musste.
"Zirka eine halbe Stunde dauerte es, bis die Person gefunden wurde. Die
Übung lief sehr gut", resümierte
Gemeindefeuerwehrwart Michael Marr. Am Abend wurde zum zweiten Mal
Alarm geschlagen: Diesmal galt es einen Brand an einem Reisighaufen in
Neukirchen zu löschen.
Anliegen dieses Tages war es auch, die Freundschaft zwischen den
Nachwuchswehren aus Crimmitschau und Neukirchen zu vertiefen.
"Jahrelang passierte zwischen beiden Wehren so gut wie nichts. Erst im
April wurde die Freundschaft mit einem Sportnachmittag neu entfacht",
so Marr. Künftig könne man sich auch vorstellen, die
Jugendabteilungen aus Blankenhain, Großpillingsdorf,
Mannichswalde und Langenreinsdorf bei Berufsfeuerwehrtagen
einzubeziehen. (Dirk Stegmann)

Freie Presse, 16.04.2007 (Regionalausgabe Werdau)
Jugendliche machen im Forst klar Schiff
Revierleiterin Heidemarie Fülle freut sich über
fleißige Helfer - Hölzerne Wegweiser bekommen Farbe
Langenbernsdorf. Im Werdauer
Wald ist am Samstagvormittag mächtig viel Betrieb gewesen. Die
Sonne lockte Spaziergänger und Walker auf die Wege,
während viele private Pächter von Revieren noch immer
die Schäden des Orkans "Kyrill" beseitigten. Und von denen
gibt es auch im Staatsforst noch jede Menge.
Schon deshalb freut sich Revierleiterin Heidemarie Fülle
vorgestern über die Unterstützung des
DRK-Kreisverbandes mit Jugendrotkreuz, der Wasserwacht von der
Koberbachtalsperre und aus Mannichswalde sowie der Crimmitschauer
Jugendfeuerwehr. Unter der Regie von Thomas Schreiber gab es die
nächste der inzwischen traditionellen
Frühjahrsputzaktionen im Wald. "Wir sind jetzt seit 1999
mindestens einmal im Jahr hier und helfen den Forstleuten", sagte der
Jugend-koordinator im DRK-Kreisverband und teilte seine 30 Mitstreiter
in Gruppen ein. Die meisten räumten den Windbruch aus den
Seitengräben links und rechts der Fraureuther
Straße.
Parallel stand Hendrik Dudacy von der Crimmitschauer Feuerwehr an der
Kreuzung zum Dreiflügel auf einer mobilen Leiter, welche die
Wehr aus Langenhessen tags zuvor an das Forstamt ausgeliehen hatte, und
bearbeitete den dortigen hölzernen Wegweiser mit Schutzfarbe.
"Wir haben in unserem Revier drei solcher überdimensionalen
Wegweiser, die allesamt Farbe brauchen", steckte die Försterin
mit einem Lachen das Pensum für den jungen Mann ab.
Diese Arbeit war praktisch aus dem vergangenen Jahr übrig
geblieben, als über künftige Aktionen nachgedacht
wurde. "Da wir an die Holzkonstruktionen keine Leitern anbringen
können, kann uns die Feuerwehr mit ihrer Ausrüstung
hier sehr helfen", erklärte Heidemarie Fülle.
Die Feuerwehr hatte vorgestern aber auch noch andere Aufgaben zu
lösen: das Bewässern von 70.000 Baumschulpflanzen.
Diese befinden sich derzeit noch auf abgegrenzten Flächen und
werden demnächst im Waldgebiet einen neuen Platz bekommen.
Dafür hatten die Crimmitschauer extra ein
Tanklöschfahrzeug in den Forst mitgebracht. (TMP) |